Foto: Anna Eschbaum
Zum Abschluss der Internationalen Wochen gegen Rassismus durften wir einen ganz besonderen Gast in der Osnabrücker Villa_ begrüßen: die amtierende deutschsprachige Poetry-Slam-Meisterin Ayşe İrem. Vor vollem Haus begeisterte die gebürtige Osnabrückerin am 27. März mit vier Texten aus ihrem Repertoire und nahm das Publikum mit auf eine emotionale Reise, die zum Nachdenken, zum Lachen, aber auch zum Wütend-Sein anregte.
An deinem Blick erkenne ich: Du denkst, dass dieser Boden, auf dem ich gerade stehe, weit weg von meinem Zuhause ist.
Deutschland, warum magst du mich nicht? Ich bin hier auf die Welt gekommen, ich kenne nur dich.
Möchte ich auswandern, denke ich mir, oder muss ich das irgendwann?
In diesem Moment wurde einmal mehr deutlich, dass die von İrem angesprochenen Fragen nach Zugehörigkeit, Ausgrenzung und gesellschaftlicher Verantwortung keineswegs abstrakte Themen sind, sondern reale Konsequenzen haben können.
Im anschließenden Gespräch mit Anna Eschbaum von der Betroffenenberatung Niedersachsen hatten die Besucher*innen Gelegenheit, mehr über die Arbeit der Künstlerin zu erfahren und auch eigene Erfahrungen zu teilen. Daraus entwickelte sich ein offener und berührender Dialog, der zeigte, wie wichtig Räume für Begegnung, Austausch und Solidarität sind.



