Foto: Priscilla Du Preez 🇨🇦/Unsplash
Zum 1. Januar 2027 suchen wir eine*n Berater*in für Betroffene rechter, rassistischer, antisemitischer und anderer menschenfeindlich motivierter Gewalt mit einem Stellenumfang von 35 Wochenstunden. Die Beratung erfolgt mobil im Nordwesten Niedersachsens. Bürostandort ist Osnabrück, anteiliges Arbeiten im Homeoffice ist möglich.
Die Betroffenenberatung Niedersachsen unterstützt Menschen, die von rechter, rassistischer, antisemitischer oder anderer menschenfeindlich motivierter Gewalt betroffen sind, bei der Bewältigung und Aufarbeitung ihrer Erlebnisse. Dazu zählt auch Gewalt aus trans-, homo- oder queerfeindlichen Motiven. Das Beratungsangebot ist in drei Regionen organisiert (Nordwest, Nordost und Süd) und wird von drei unterschiedlichen Trägern verantwortet.
Träger der Betroffenenberatung in der Region Nordwest und Arbeitgeber für die ausgeschriebene Stelle ist Exil e.V. Der Verein setzt sich seit 40 Jahren für die Rechte von Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte ein. Neben Rechts- und Sozialberatung sowie Sprachkursen engagiert sich Exil e.V. mit vielfältigen Bildungs-, Antidiskriminierungs-, Begegnungs- und Kulturprojekten.
Exil e.V. schätzt unterschiedliche Perspektiven, Hintergründe und Erfahrungen und möchte insbesondere People of Color, Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte, Angehörige der LSBTIQ*-Community sowie Menschen mit eigenen Diskriminierungserfahrungen ausdrücklich zu einer Bewerbung ermutigen.
Deine Aufgaben umfassen insbesondere:
- Mobile und aufsuchende Beratung von Betroffenen rechter, rassistischer, antisemitischer, trans- und homofeindlicher sowie anderer menschenfeindlich motivierter Gewalt im Nordwesten Niedersachsens
- Eigenständige Fallbearbeitung einschließlich Begleitung und Dokumentation der Beratungsprozesse
- Psychosoziale Begleitung und Unterstützung der Betroffenen, bei Bedarf Vermittlung an weiterführende Unterstützungsangebote
- Begleitung und Unterstützung im Kontakt mit Behörden sowie im Rahmen von Strafverfahren
- Zusammenarbeit mit der landesweiten Koordination und Mitwirkung an der regionalen und niedersachsenweiten Vernetzungsarbeit
- Konzeptionelle Weiterentwicklung des Beratungsangebots, insbesondere im Bereich Empowerment
- Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit zur Bekanntmachung des Beratungsangebots sowie Mitwirkung an fallbezogener Öffentlichkeitsarbeit
Dein Profil:
- Abgeschlossenes Studium oder eine abgeschlossene Berufsausbildung in den Bereichen Soziale Arbeit, Sozialpädagogik, Psychologie, Migrations-, Sozial- oder Rechtswissenschaften oder eine vergleichbare Qualifikation
- Erfahrung in der (psycho-)sozialen Beratung, aufsuchenden Arbeit und/oder Begleitung von Menschen, die Gewalt erfahren haben
- Kenntnisse und Sensibilität im Umgang mit Rassismus, Rechtsextremismus, Antisemitismus und anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
- Empathische, diskriminierungssensible und professionelle Haltung gegenüber Ratsuchenden
- Selbstständige, strukturierte Arbeitsweise sowie Organisations- und Koordinationsgeschick
- Interesse an gesellschaftlichen und politischen Diskursen zu den Themen Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus
- Kenntnisse der regionalen Unterstützungsstrukturen und der Opferhilfe in Niedersachsen sind wünschenswert
- Weitere Sprachkenntnisse, insbesondere Arabisch, Türkisch, Französisch, Tigrinya, Farsi, Dari, Kurdisch, Rumänisch, Romani, Englisch oder Spanisch, sind von Vorteil
- Führerschein der Klasse B sowie Interesse an digitalen Arbeitsweisen sind wünschenswert
Wir bieten:
- Eine sinnstiftende und gesellschaftlich relevante Tätigkeit in einem engagierten, professionellen Beratungsangebot
- Ein engagiertes, vielfältiges Team und eine wertschätzende Arbeitsatmosphäre
- Eine abwechslungsreiche und eigenverantwortliche Tätigkeit mit fachlichem Austausch und kollegialer Unterstützung
- Regelmäßige Supervision sowie Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung
- Eine faire Vergütung in Anlehnung an den TVöD
- 30 Urlaubstage pro Kalenderjahr sowie einen zusätzlichen interreligiösen Feiertag nach Wahl
- Flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit, anteilig im Homeoffice zu arbeiten
- Nutzung eines Carsharing-Angebots für dienstliche Fahrten
Die Stelle wird aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ sowie des Landes Niedersachsen finanziert und ist zunächst bis zum 31. Dezember 2027 befristet. Eine längerfristige Zusammenarbeit wird ausdrücklich angestrebt.
Bewerbung
Wir freuen uns auf deine Bewerbung mit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen per E-Mail an bewerbung@betroffenenberatung.de.
Bitte richte deine Bewerbung an Sara Josef, Geschäftsführerin von Exil e.V.
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Hinweis: Menschen mit anerkannter Schwerbehinderung oder ihnen gleichgestellte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Bitte weise uns gegebenenfalls bereits in deiner Bewerbung darauf hin.


