Foto: Priscilla Du Preez 🇨🇦/Unsplash
Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Berater*in für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Arbeitsort ist Hildesheim und im Homeoffice, die Beratungen finden in ganz Süd-Niedersachsen statt.
Der Asyl e.V. tritt seit mehr als 30 Jahren für die Belange und Rechte von Migrant*innen und Geflüchteten ein. Wir beraten zu verschiedensten Themenbereichen rund um Migration und Flucht und das Leben in Deutschland.
Die Betroffenenberatung Niedersachsen unterstützt Betroffene bei der Bewältigung und Aufarbeitung von gewalttätigen rechten, rassistischen oder antisemitischen Übergriffen. Dazu gehören auch trans-, homo- und queerfeindliche Gewalt sowie anderer Ungleichwertigkeitsvorstellungen und -ideologien.
Unser Anspruch ist ein Team mit unterschiedlichen Hintergründen und Erfahrungen, daher möchten wir insbesondere People of Color, Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte, Mitglieder der
LSBTQIA*-Community sowie alle Menschen, die rassistische oder gesellschaftliche Ausgrenzung erfahren und hieraus diskriminierungskritische Perspektiven entwickelt haben zu einer Bewerbung ermutigen.
Zur Unterstützung unseres Teams suchen wir eine*n Berater*in in Teilzeit (20 -28 Std./Woche), Einstieg zum nächst möglichen Zeitpunkt.
Zu Ihren Aufgaben als Berater*innen gehören insbesondere:
- Eigenständige (aufsuchende) Beratung von Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt u.a. zur emotionalen Aufarbeitung des Erlebten und rechtlichen Möglichkeiten
- Begleitung von Betroffenen im Strafverfahren, zu Ärzt*innen und Behörden
- Weiterleitung in weiterführende oder ergänzend Unterstützungsangebote, z.B. Therapien
- Falldokumentation und Eingabe statistikrelevanter Daten
- Netzwerk-, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ihr Profil:
- abgeschlossenes Studium oder Berufsausbildung in den Bereichen Soziale Arbeit, Sozialpädagogik, (Interkulturelle) Psychologie, Migrations-, Sozial-, Rechtswissenschaften und ähnlichen Studiengängen oder eine vergleichbare Qualifikation
- Erfahrungen in der (psycho-)sozialen Beratung, empathischer und professioneller Umgang mit ratsuchenden Klient*innen
- Erfahrungen in der Arbeit mit von Gewalt betroffenen Menschen
- Kenntnisse in den Bereichen Rassismus, Rechtsextremismus, antimuslimischer Rassismus, Antisemitismus und/oder LGBTQIA+ Feindlichkeit, Viktimologie und Traumatologie
- Nachweisbare interkulturelle und Gender-Kompetenzen
- grundlegende Kenntnisse in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
- Kenntnisse in einer der Sprachen sind wünschenswert: Arabisch, Türkisch, Französisch, Tigrinya, Farsi, Dari, Kurdisch, Rumänisch, Romani, Englisch, Spanisch
- Eine Fahrerlaubnis für PKW ist von Vorteil
Wir bieten:
- Arbeit bei einem engagierten Träger und in einem diversen, motivierten Team
- kollegiale Fachberatung
- regelmäßige Supervision
- Raum für professionelle Entwicklung
- eine gesellschaftlich relevante Tätigkeit und den Raum eigene Ideen einzubringen
- Teilnahme an Fortbildungen
- Vergütung angelehnt an den TV-L, bis zu 30 Urlaubstage pro Kalenderjahr
- flexible Arbeitszeitgestaltung, Möglichkeiten zur Arbeit im Home-Office
- Nutzung des Vereinsautos
Auch Bewerbungen von Masterstudierenden sind willkommen. Da wir an die Projektfinanzierung gebunden sind, besteht vorerst eine Befristung bis zum 31.12.2026. Eine Weiterbeschäftigung wird angestrebt.
Hinweis: Anerkannte schwerbehinderte oder ihnen gleichgestellte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Bitte weisen Sie darauf ggf. bereits in der Bewerbung hin.
Ihre Bewerbungsunterlagen werden bis zum Ende des Bewerbungsverfahrens digital gespeichert und nicht an Dritte weitergegeben. Entstehende Kosten für Bewerbung und Vorstellung können leider nicht übernommen werden.
Bewerbungen mit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen bitte bis
zum 31.05.2026 an: betroffenenberatung@asyl-ev.de
Auch Rückfragen gern per Mail oder telefonisch: 0179 1255333
Weitergehende Informationen zur Arbeit der Betroffenenberatung Niedersachsen finden Sie hier auf der Website.


