Wir suchen eine Berater*in für Osnabrück

(Foto: Katerina Kerdi)

Wir suchen zum 01. Februar 2023 eine*n Berater*in für Betroffene rechter, rassistischer, antisemitischer und menschenfeindlicher Gewalt. Arbeitsort ist Osnabrück, die Beratungen finden im Nordwesten Niedersachsens statt.

Exil e.V. tritt seit 34 Jahren für die Rechte von Migrant*innen und Geflüchteten ein. Wir bieten rechtliche und Sozial-Beratung sowie Sprachkurse an und setzen Bildungs-, Antidiskriminierungs-, Begegnungs- und Kulturprojekte um.

Als Träger der Betroffenenberatung Niedersachsen (Region Nordwest) unterstützen wir Betroffene bei der Bewältigung und Aufarbeitung von Übergriffen mit rechtem, rassistischen, antisemitischem oder menschenfeindlichem Hintergrund. Hierfür suchen wir eine*n Berater*in in Teilzeit (25 Std./Woche).

Unser Anspruch ist ein Team mit unterschiedlichen Hintergründen und Erfahrungen. Daher möchten wir insbesondere People of Color, Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte, Mitglieder der LSBTI*-Community sowie alle Menschen, die rassistische oder gesellschaftliche Ausgrenzung erfahren zu einer Bewerbung ermutigen.

Zu den Aufgaben der*des Berater*in gehören insbesondere:

  • (aufsuchende) Beratung von Betroffenen rechter, rassistischer, antisemitischer, trans- und homofeindlicher und anderer Arten menschenfeindlicher Gewalt in Nordwest- Niedersachsen
  • Eigenständige Betreuung, Begleitung und Dokumentation der Fälle
  • Konzeptionelle Weiterentwicklung des Beratungsangebotes, insbesondere in den Bereichen Empowerment
  • Soziale Begleitung der Betroffenen und bei Bedarf Weiterleitung in weitere (z.B. therapeutische) Betreuungsangebote
  • Unterstützung im Strafverfahren und im Kontakt mit Behörden
  • Netzwerkarbeit zur Bekanntmachung des Projekts, (fallbezogene) Öffentlichkeitsarbeit

Ihr Profil:

  • Erfahrung in der Arbeit mit von Gewalt betroffenen Menschen und Kenntnisse in den Bereichen Rassismus, Rechtsextremismus, Antisemitismus, Viktimologie und Traumatologie
  • Berufliche Erfahrungen in der (psycho-)sozialen Beratung, aufsuchenden Beratung und/oder sozialen Arbeit, empathischer und professioneller Umgang mit ratsuchenden Klient*innen
  • abgeschlossenes Studium oder Berufsausbildung in den Bereichen Soziale Arbeit, Sozialpädagogik, (Interkulturelle) Psychologie, Migrations-, Sozial- oder Rechtswissenschaften und ähnlichen Studiengängen oder eine vergleichbare Qualifikation
  • Kenntnisse über bestehende Unterstützungsstrukturen in den Themenfeldern Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus sowie der Opferhilfe Niedersachsen
  • Interesse an öffentlichen Diskursen zu den Themen Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus
  • Kenntnisse in einer der Sprachen: Arabisch, Türkisch, Französisch, Tigrinya, Farsi, Dari, Kurdisch, Rumänisch, Romani, Englisch, Spanisch wünschenswert
  • Eine Fahrerlaubnis für PKW ist von Vorteil

Wir bieten:

  • Arbeit bei einem engagierten Träger und in einem diversen Team
  • Eine gesellschaftlich relevante Tätigkeit und den Raum eigene Ideen einzubringen
  • Möglichkeiten zu Supervision und Fortbildungen
  • 30 Urlaubstage pro Kalenderjahr, plus einen interreligiösen Feiertag der Wahl, faire Vergütung angelehnt an Tarif
  • Nutzung des Carsharing-Angebotes
  • Flexible Arbeitszeitgestaltung, Möglichkeiten zur Arbeit im Home-Office

Die Stelle wird aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ finanziert und ist daher zunächst befristet bis zum 31. Dezember 2023, eine Weiterbeschäftigung über mehrere Jahre ist geplant.

Bewerbungen mit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen bitte an: bewerbung@exilverein.de. Ansprechperson ist Marlene Schriever.

Hinweis: Anerkannt schwerbehinderte oder ihnen gleichgestellte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Bitte weisen Sie darauf ggf. bereits in der Bewerbung hin.

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